Reiseblog Tunesien #1

AMPHITHEATER "EL DJEM"

2019 war für mich ein besonderes Jahr. Meine erste Reise auf den afrikanischen Kontinent stand am Programm. Das ausgewählte Land war Tunesien und eines gleich vorweg: Es war nicht meine letzte Reise in dieses lebendige und wahnsinnig abwechslungsreiche Land. Man spürt heute noch die Einflüsse aus 1001 Nacht. Es braucht mehr als 12 Tage, um alles zu erkunden. Aber was bietet Tunesien?

 

Tunesien bietet für Reisende unendlich viele Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel einen Club- Urlaub inkl. Animation in Monastir buchen. Man kann sich in der lebendigen Hauptstadt Tunis in den unzähligen Märkten (Souks genannt) inspirieren lassen, man kann in den atemberaubend schönen Vorort Sidi Bou Said fahren. Er liegt gleich neben Tunis und bietet einen Blick über eine wunderschöne Bucht mit Yachthafen, Cafés und lädt zum Schlendern durch den Kunstmarkt ein. Man kann auch ins Landesinnere fahren. Weit unten im Süden liegt die Sahara - die werde ich bei meiner nächsten Reise besichtigen. Zwischendrin, also geografisch zwischen Tunis - der Hauptstadt, die ans Mittelmeer grenzt - und der Sahara - die größte Trockenwüste der Erde - ist das Land extrem vielseitig. 


In meinem heutigen Blog- Artikel möchte ich euch das 238 n.Chr. gebaute Amphitheater von El Djem zeigen. Da Tunesien eine römische Vergangenheit hat, die bis ins 6. Jahrhundert reicht, gibt es noch ein paar Zeichen der Zeit zu sehen. Unter anderem das drittgrößte Theater der Römer. Das Größte steht natürlich in Rom, gefolgt von dem in Capua. Es hatte ein Fassungsvermögen von rund 35.000 Leuten. El Djem ist ca. 150 m lang, 120 m breit und 36 m hoch. 1979 wurdet es zum UNESCO- Weltkulturerbe ernannt. Rund um das Weltkulturerbe besteht eine rund 26 Hektar große Pufferzone. Es ist in dieser Zone nicht erlaubt, moderne Gebäude zu errichten.  

Wenn man durch die Gänge spaziert, wird einem erst so richtig bewusst, welche gigantischen Ausmaße El Djem besitzt. Von außen wirkt es wie ein "normales, römisches Gebäude".  Wenn man dann in einem Gang steht und nach oben blickt, erkennt man die Größe erst so richtig. Auf mich wirkte es wahnsinnig imponierend.


WETTERGLÜCK:

Ich hatte richtiges Wetterglück, denn genau zu dem Zeitpunkt, an dem ich das Theater besichtigt habe, bauten sich Gewitterwolken auf und versetzten El Djem in eine Stimmung, die unglaublich dramatisch und wahnsinnig imposant war. Die Stimmung war nur ein paar Minuten da, aber das Glück braucht man als Fotograf, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und dass man genau zu diesem Zeitpunkt den Auslöser drückt und mit sensationellen Bildern Geschichten erzählen kann. Wenn du dich an einem der Bilder auch zuhause erfreuen möchtest, fertige ich dir gerne einen hochwertigen Druck an und schicke ihn dir nach Hause ;-) .

El Djem Tunesien Thomas Brunner Gewitter Afrika
El Djem Tunesien Thomas Brunner Gewitter Afrika



Wie geht es weiter? Wenn ihr Gefallen an meinen individuellen Reiseberichten findet, werde ich in der nächsten Zeit weitere Berichte schreiben. Ich hab von Tunesien noch einiges in Vorbereitung. Auch von meiner Englandreise im vergangenen Jahr kann ich euch Einblicke geben. Als kleiner Spoiler: Ich war unter anderem in Oxford. Vorerst wird es aber mit Tunesien weitergehen, da mir der arabische Raum mit seinen Geschichten aus 1001 Nacht besonders gut gefallen hat und ich euch diese besonderen Eindrücke unbedingt zeigen möchte.


KEINE MÄRCHEN SONDERN GESCHICHTEN 

 

"Frei nach meinem Slogan - keine Märchen, sondern Geschichten - erzähle ich mit meinen Bildern Geschichten. Geschichten von Menschen wie sie sind, was sie machen und was sie bewirken."


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Kommentare: 1
  • #1

    Michi Zenker (Donnerstag, 30 April 2020 09:31)

    Lieber Thomas,
    ich bin wieder einmal von deinen extrem coolen Fotos beeindruckt. Ich habe immer das Gefühl, ich dann auf dem Foto das Relief angreifen, so gut kommen die Tiefen und Höhen rüber. Das große Panoramafoto zu Beginn ist mein Favorit - hab das Gefühl, ich gehe in dieser Gasse.
    Dein Blog ist super knackig und informativ. Vielen Dank für die schönen Einblicke in dieses Land.
    lg Michi