Reiseblog Tunesien #4

"Es gibt frischen Fisch!" ...

Letzte Woche waren wir in der am Reisebrett entworfenen und auf der grünen Wiese in den 70ern erbauten Hafenstadt Port El Kantaoui. Der Hafen bietet bis zu 340 Anlegeplätze. Die weißen Häuser in der umtriebigen Stadt, die orientalischen Gärten, der wunderschöne Strand und die Promenade laden zum Schlendern ein. Heute geht es etwas weiter in Richtung Norden, nämlich in die Hauptstadt Tunis und dort besuchen wir den Zentralmarkt, genannt Marché Central.

MARCHE CENTRAL

Dieser Markt ist der Dreh- und Angelpunkt mitten im Zentrum von Tunis. Die Lage ist vor den Toren der Medina. Der Markt besteht aus mehreren Teilen. Es gibt einen Fischmarkt, einen Geflügelmarkt und einen Obst- und Gemüsemarkt. In allen Bereichen herrscht reger Handel. Das Feilschen um jeden Dinar ist ein Muss für Käufer und Verkäufer. Im marché central befinden sich hauptsächlich Einheimische. Nur selten bekommt man einen Touristen zu sehen. Wenn man sich als Tourist den Zentralmarkt anschauen möchte, taucht man in eine komplett andere Welt ab. 


Es gibt natürlich frischen Fisch, frisches Geflügel, Obst und Gemüse. Mandarinen haben noch die Blätter drauf, und was mich am Meisten beeindruckt hat, das sind die orientalischen Gewürze. Gerne hätte ich sie sackweise mit heimgenommen. Was gibt es noch? Natürlich den Exportschlager Nummer Eins: DATTELN

DATTELN:

In diesem Blog möchte ich euch etwas Wissen über das Superfood Datteln vermitteln. Sie sind eine Frucht der echten Dattelpalme. Die bis zu 30 m hohe Palme wächst im Mittelmeerraum, im Orient, in den USA, in Südafrika und in Australien. Sie braucht trockene Hitze und wenig Wasser. Ursprünglich kam sie aus dem persischen Golf. Erste Aufzeichnungen können auf 6.000 v. Chr. datiert werden. Heute wird von Blatt bis Stamm und Frucht alles von der Dattelpalme verwertet. Aus den Blättern werden Flechtarbeiten und Brennmaterial erstellt. Aus dem Stamm wird Palmwein- und Essig gewonnen. Die Frucht wird natürlich exportiert. Erst nach 3-5 Jahren können die ersten Früchte geerntet werden. Danach in einem Rhythmus von 2 Jahren. Unglaublich ist, dass es weltweit über 1.500 unterschiedliche Sorten gibt. Sie unterscheiden sich in Form, Größe, Farbe und natürlich dem Markt. Nur wenige Sorten sind für den Verzehr geeignet. Je dünner die Fruchthaut und je dicker das Fruchtfleisch, umso wertvoller.

Frische Datteln werden an den Rispen in der Sonne oder neuerdings auch in Dörrgeräten getrocknet, anschließend verpackt und verschifft. Durch den hohen Zuckeranteil ist die Frucht selbstkonservierend und hält sich auch bei Zimmertemperaturen monatelang frisch.

SUPERFOOD DATTELN?

Sind Datteln gesund? Ja, und wie! Sie enthalten viel Nährstoffe, reine Mineralien, Eisen, Kalium, Calcium. Die strotzen nur so von Vitamin A und B, Ballaststoffen und Antioxidantien. Sie unterstützen die Verdauung, sind entzündungshemmend, regulieren den Blutdruck, schützen vor freien Radikalen. Besonders durch den hohen Anteil an der Aminosäure Tryptophan, das für Melatonin verantwortlich (Schlaf / Wach- Rhythmus) ist, wird die Frucht gerne als Betthupferl vorm Schlafe gehen verwendet. Man kann sie auch verkochen. Dafür gibt es im Internet eine Unmenge an Rezepten. Jetzt wisst ihr alles Wissenswerte über den Exportschlager Nummer 1 aus Tunesien … der Dattel.

Fotos vom Marche Central




WIE GEHT ES WEITER?

Unsere Reise aus 1001 Nacht führt uns nächstes Mal zu den tunesischen Souks. Das sind Märkte, die man gesehen haben muss. Sie sind vollgefüllt mit Nützlichen und Unnützlichem, gefälschten Sporthosen und perfektem einheimischen Handwerk.

Seid gespannt, wenn es das nächste Mal heißt, herzlich willkommen in Tunesien,

 

 

bis dann,

euer Thomas


KEINE MÄRCHEN SONDERN GESCHICHTEN 

 

"Frei nach meinem Slogan - keine Märchen, sondern Geschichten - erzähle ich mit meinen Bildern Geschichten. Geschichten von Menschen wie sie sind, was sie machen und was sie bewirken."


1 Kommentare

Reiseblog Tunesien #3

LEINEN LOS ...

Wir befinden uns mitten in unserem Reiseblog aus Tunesien. Letzte Woche waren wir im malerischen Sidi Bou Said. Das Künstlerdorf wurde 1207 erbaut, liegt 20 km außerhalb der Hauptstadt im Golf von Tunis und besticht durch seine weißen Häuser mit blauen Akzenten. Diesmal geht unsere Reise weiter nach Port El Kantaoui – auch als Sousse Nord bekannt.

DIE HAFENSTADT PORT el KANTAOUI

Die Stadt wurde in den 70er Jahren komplett am Reißbrett entworfen. Sie bietet heute das volle Programm für TouristInnen: einen 36 Loch Golf- Platz, viele Tennisplätze, einen Yachthafen, Hotels, Cafés, Restaurants, Souvenirmärkte. Alles, was das Touristenherz begehrt. Port El Kantaoui wurde von Kuwait, Abu Dhabi und der Weltbank finanziert und liegt rund 10 km nördlich von Sousse.

Im heutigen Blog- Artikel geht es um den Yachthafen. Er bietet rund 340 Anlegeplätze und gehört zu den Exklusivsten Nordafrikas. Dementsprechend reich und exklusiv sind die Gäste. Ursprünglich entworfen als Gartenhafen ist er 4 ha groß, bietet mediterranes Flair und familiäres Ambiente. Die Promenade lädt zum Schlendern ein und ist bereits ab Einbruch der Dämmerung beleuchtet. Das Urlaubsgefühl kommt also nicht zu kurz. Direkt am Hafen wurde eine Appartementanlage namens Maisons de la Mer – übersetzt: Häuser am Meer – errichtet. Die Maisons sind alle schneeweiß und als niedrige Bauten ausgeführt, um allen BewohnerInnen einen Blick aufs Mittelmeer zu ermöglichen. Die Häuser am Meer wurden als Anlage gebaut, mit engen Gassen, orientalischen Innenhöfen, vielen Gastronomiebetrieben. Ein Aquapark bietet Familien die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Der Wasserpark ist der erste seiner Art in Tunesien und bietet zahlreiche Wasserrutschen und viele Schwimmbecken. 

REISEINFOMATIONEN:

Wer sich mal genauer informieren möchte, dem kann ich die französische Seite: www.portelkantaoui.com.tn empfehlen. Das Klima ist mediterran, bietet heiße Sommer und milde Winter. Die besten Reisemonate wind zwischen Mai und Oktober.

 

Ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim Schmökern der Bilder!





WIE GEHT ES WEITER?

Das wars heute aus der Hafenstadt Port El Kantaoui.

Nächstes Mal besuchen wir einen Obst- und Fischmarkt in der Hauptstadt Tunis.

Ihr könnt euch auf viele Datteln, freilaufende Katzen und jede Menge Händler freuen.

 

Bis dann, euer Thomas 

Euer, Thomas


KEINE MÄRCHEN SONDERN GESCHICHTEN 

 

"Frei nach meinem Slogan - keine Märchen, sondern Geschichten - erzähle ich mit meinen Bildern Geschichten. Geschichten von Menschen wie sie sind, was sie machen und was sie bewirken."


0 Kommentare

Reiseblog Tunesien #2

DIE REISE GEHT WEITER ...

Letzte Woche habe ich euch in meinem Reiseblog über das Amphitheater von El Djem berichtet, dass es das drittgrößte Theater der Römer war, ein Fassungsvermögen von ca. 35.000 Menschen hat, dass es 140 m lang und 120 m breit ist und um 280 n. Chr. errichtet wurde. Heute möchte ich euch in das atemberaubend schöne Dorf Sidi Bou Said mitnehmen.

HERZLICH WILLKOMMEN IN SIDI BOU SAID!

Das Dorf liegt rund 20 km vor der Hauptstadt Tunesiens auf dem Felsen von Karthago und wurde 1207 von dem Mystiker Abou Said Khalafa ben Yahia erbaut. Er wollte dort den Sufismus entwickeln. Jahrhunderte lebten die Menschen in Sidi Bou Said nach den Regeln von ihm, ehe sich im 16. Jahrhundert die Mauren ansiedelten. Sie sind verantwortlich für die heutige Architektur und machten aus dem religiösen Ort ein Fischerdorf. Bis hinein ins 20. Jahrhundert. 1912 ließ sich der Baron Rodolphe d´Erlander nieder. Er war als Maler und Freund der Künstler bekannt. Er ließ eine Villa für sich bauen, ließ das Dorf verschönern und 1915 unter Denkmalschutz stellen. Seitdem lebt in dem Künstlerdorf die High Society Tunesiens. Bis heute ist es ein sehr beliebter Urlaubsort und darf in keiner Reiseplanung fehlen. 

Das Dorf liegt rund 20 km vor der Hauptstadt Tunesiens auf dem Felsen von Karthago und wurde 1207 von dem Mystiker Abou Said Khalafa ben Yahia erbaut. Er wollte dort den Sufismus entwickeln. Jahrhunderte lebten die Menschen in Sidi Bou Said nach den Regeln von ihm, ehe sich im 16. Jahrhundert die Mauren ansiedelten. Sie sind verantwortlich für die heutige Architektur und machten aus dem religiösen Ort ein Fischerdorf. Bis hinein ins 20. Jahrhundert. 1912 ließ sich der Baron Rodolphe d´Erlander nieder. Er war als Maler und Freund der Künstler bekannt. Er ließ eine Villa für sich bauen, ließ das Dorf verschönern und 1915 unter Denkmalschutz stellen. Seitdem lebt in dem Künstlerdorf die High Society Tunesiens. Bis heute ist es ein sehr beliebter Urlaubsort und darf in keiner Reiseplanung fehlen. 


WO LIEGT SIDI BOU SAID?

Herrlich gelegen liegt das Dorf hoch über dem azurblauen Golf von Tunis - einer Meeresbucht im Mittelmeer.  Auf der gegenüberliegenden Seite des Golfs liegt in im Hintergrund Djebel Boukornine. Die Erhebung ist ein Küstengebirge, 576 m hoch mit einer markanten Doppelspitze. Rund herum wurde ein rund 2.000 m² großes Naturschutzgebiet errichtet.

WAS GIBT ES ZU SEHEN?

Das maurische Café - bestehend seit den 50er Jahren - ist ein Besuchsmagnet. Weltberühmt durch das Aquarell von August Macke am Eingang und die wunderschöne, blaue Veranda. Einfach hinsetzen und eine Tasse vom traditionellen tunesischen Pfefferminztee genießen und dem Alltag der lebendigen Hauptstadt Tunis entfliehen. Typisch für das sehr gepflegte Dorf sind die engen Gassen, der Souk (Geschäftsviertel) und die Imbissstände. Sidi Bou Said ist durchsäht von blauen Dächern, blauen Vordächern, blauen Zäunen, blauen Haustüren, blauen Fensterläden… Die Kombination der weißen Häuser mit den blauen Elementen lässt einen gleich in mediterrane Stimmung verfallen. Unbedingt zu empfehlen ist ein Spaziergang durch das Dorf bis an die steilen Klippen. Von dort aus hat man einen atemberaubend schönen Blick über den Golf von Tunis. Auch der Yachthafen offenbart sich und man erlebt Kakteen in freier Wildbahn.




WIE GEHT ES WEITER?

Lasst euch überraschen, denn beim nächsten Mal reisen wir weiter nach Sousse und schauen uns den Hafen "Port el Kantaoui" etwas genauer an. Was wird es zu sehen geben? Fischerboote, Ausflugsschiffe und natürlich das Mittelmeer.

Ich hoffe sehr, dass euch mein Beitrag gefallen hat und freue mich, wenn es das nächste Mal heißt:

"Leinen los und hinein ins neue Abenteuer! "

Euer, Thomas


KEINE MÄRCHEN SONDERN GESCHICHTEN 

 

"Frei nach meinem Slogan - keine Märchen, sondern Geschichten - erzähle ich mit meinen Bildern Geschichten. Geschichten von Menschen wie sie sind, was sie machen und was sie bewirken."


1 Kommentare

Reiseblog Tunesien #1

AMPHITHEATER "EL DJEM"

2019 war für mich ein besonderes Jahr. Meine erste Reise auf den afrikanischen Kontinent stand am Programm. Das ausgewählte Land war Tunesien und eines gleich vorweg: Es war nicht meine letzte Reise in dieses lebendige und wahnsinnig abwechslungsreiche Land. Man spürt heute noch die Einflüsse aus 1001 Nacht. Es braucht mehr als 12 Tage, um alles zu erkunden. Aber was bietet Tunesien?

 

Tunesien bietet für Reisende unendlich viele Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel einen Club- Urlaub inkl. Animation in Monastir buchen. Man kann sich in der lebendigen Hauptstadt Tunis in den unzähligen Märkten (Souks genannt) inspirieren lassen, man kann in den atemberaubend schönen Vorort Sidi Bou Said fahren. Er liegt gleich neben Tunis und bietet einen Blick über eine wunderschöne Bucht mit Yachthafen, Cafés und lädt zum Schlendern durch den Kunstmarkt ein. Man kann auch ins Landesinnere fahren. Weit unten im Süden liegt die Sahara - die werde ich bei meiner nächsten Reise besichtigen. Zwischendrin, also geografisch zwischen Tunis - der Hauptstadt, die ans Mittelmeer grenzt - und der Sahara - die größte Trockenwüste der Erde - ist das Land extrem vielseitig. 


In meinem heutigen Blog- Artikel möchte ich euch das 238 n.Chr. gebaute Amphitheater von El Djem zeigen. Da Tunesien eine römische Vergangenheit hat, die bis ins 6. Jahrhundert reicht, gibt es noch ein paar Zeichen der Zeit zu sehen. Unter anderem das drittgrößte Theater der Römer. Das Größte steht natürlich in Rom, gefolgt von dem in Capua. Es hatte ein Fassungsvermögen von rund 35.000 Leuten. El Djem ist ca. 150 m lang, 120 m breit und 36 m hoch. 1979 wurdet es zum UNESCO- Weltkulturerbe ernannt. Rund um das Weltkulturerbe besteht eine rund 26 Hektar große Pufferzone. Es ist in dieser Zone nicht erlaubt, moderne Gebäude zu errichten.  

Wenn man durch die Gänge spaziert, wird einem erst so richtig bewusst, welche gigantischen Ausmaße El Djem besitzt. Von außen wirkt es wie ein "normales, römisches Gebäude".  Wenn man dann in einem Gang steht und nach oben blickt, erkennt man die Größe erst so richtig. Auf mich wirkte es wahnsinnig imponierend.


WETTERGLÜCK:

Ich hatte richtiges Wetterglück, denn genau zu dem Zeitpunkt, an dem ich das Theater besichtigt habe, bauten sich Gewitterwolken auf und versetzten El Djem in eine Stimmung, die unglaublich dramatisch und wahnsinnig imposant war. Die Stimmung war nur ein paar Minuten da, aber das Glück braucht man als Fotograf, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und dass man genau zu diesem Zeitpunkt den Auslöser drückt und mit sensationellen Bildern Geschichten erzählen kann. Wenn du dich an einem der Bilder auch zuhause erfreuen möchtest, fertige ich dir gerne einen hochwertigen Druck an und schicke ihn dir nach Hause ;-) .

El Djem Tunesien Thomas Brunner Gewitter Afrika
El Djem Tunesien Thomas Brunner Gewitter Afrika



Wie geht es weiter? Wenn ihr Gefallen an meinen individuellen Reiseberichten findet, werde ich in der nächsten Zeit weitere Berichte schreiben. Ich hab von Tunesien noch einiges in Vorbereitung. Auch von meiner Englandreise im vergangenen Jahr kann ich euch Einblicke geben. Als kleiner Spoiler: Ich war unter anderem in Oxford. Vorerst wird es aber mit Tunesien weitergehen, da mir der arabische Raum mit seinen Geschichten aus 1001 Nacht besonders gut gefallen hat und ich euch diese besonderen Eindrücke unbedingt zeigen möchte.


KEINE MÄRCHEN SONDERN GESCHICHTEN 

 

"Frei nach meinem Slogan - keine Märchen, sondern Geschichten - erzähle ich mit meinen Bildern Geschichten. Geschichten von Menschen wie sie sind, was sie machen und was sie bewirken."


1 Kommentare

Behind the scenes

BEHIND THE SCENES

 

Hinter den Kulissen einer Business- Kampagne tut sich einiges. In diesem 2 Minuten Video möchte ich euch einen Einblick geben. Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen des Videos!