Reiseblog Tunesien #12

Letzte Woche habe ich euch über den „arabischen Frühling“ in Tunesien berichtet. Die Folge des Aufstandes ist eine neue Ära, in der die Trennung von Religion und Staat sowie die Gleichberechtigung in der Verfassung geregelt sind. Heute widme ich mich einem friedlicheren Thema von Tunesien. Nämlich der Flora und Fauna.

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Ölbäume in Tunesien

Flora und Fauna

Wie ich euch schon mal erzählt habe, ist die Dattelpalme aus Tunesien nicht wegzudenken. Sie ist Wirtschaftsmotor für ganze Regionen und die Dattel ist ein bedeutsames Superfood. Habt ihr seit meinem Blogbeitrag darüber schon eine Dattel probiert ;-)  ?

 

Aber was gibt es in Tunesien außer der Dattelpalme noch zu sehen?

Da gibt es natürlich den Olivenbaum oder auch Ölbaum genannt. Er ist seit vielen Tausend Jahren eine Naturpflanze in Tunesien. Der Ölbaum hat seine Heimat im Mittelmeergebiet, im Nahen Osten und in Südafrika. Lt. Forschungen wurde der Baum seit dem 4. Jahrtausend vor Christus kultiviert. Er wächst in Gebieten ohne extreme Klimabedingungen. Die Jahresmitteltemperaturen sollten von 15-20 Grad liegen und die Niederschläge sollten von 500-700 Liter/m2 liegen. Außerhalb der EU ist Tunesien der größte Olivenölproduzent auf unserem Planeten. Tunesien kann 21 Olivenölsorten zum Verkauf anbieten.


Es geht weiter mit der Kaktusfeige, oder wie sie auch genannt wird: 

Der Sultan der Früchte

Der Feigenkaktus ist eine Kakteenart mit essbaren Früchten, den sogenannten Kaktusfeigen - in Tunesien unter dem Namen „Hindi“ bekannt. Sie ist seit dem 16. Jahrhundert kultiviert und wurde von Mexiko eingeführt. Warum wird sie „der Sultan der Früchte“ genannt? Wegen der vielen positiven Eigenschaften wird sie so genannt. Da ist der Geschmack der Frucht zu erwähnen. Er erinnert an Birnen. Diese exotische Frucht hat eine stachelige Haut, unter der sich das Fruchtfleisch versteckt hält. Das Fruchtfleisch hat für 100 Gramm nur 44 kcal. Das ist ganz schön wenig für Obst. 

Beim Verzehr sollten wir Mitteleuropäer aufpassen, denn die Frucht hat kleine, essbare Kerne. Wenn man zuviel davon isst, kann es zu Verstopfung kommen. Der Kaktus ist übrigens sehr anpassungsfähig und kommt mir sehr wenig Wasser aus. Man kann jedoch auch mit wenig Wasser viele Früchte produzieren. In gewissen Gegenden wird der Feigenkaktus mittlerweile landwirtschaftlich gezüchtet, angebaut und künstlich gewässert. 


Die Frucht kann man roh (aber geschält) essen, man kann sie zu Saft verarbeiten oder Marmeladen werden daraus hergestellt. Auch hier ist wieder die Heilkraft zu erwähnen: Dem Feigenkaktus wird cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Ebenso kann er Blutzucker reduzieren und Bluthochdruck regulieren. Angeblich, so berichtet die Yellow Press, hat Karl Lagerfeld seine Diät mit Produkten der Kaktusfeige durchgezogen.

 

Es gibt noch viele weitere Pflanzenarten zu entdecken. Unter anderem kann Tunesien mit Clementinen, Mandeln, Pistazien und vielen weiteren Jahrtausende alte Kultur- Nutz- Würz und Heilpflanzen aufwarten. Je weiter in den Süden man fährt, also je weiter man Richtung Sahara kommt, umso weniger wird die Vegetation. Die Wüste selbst ist nahezu vegetationslos. Entlang der Küste finden sich einige Dornsträucher und Gräser, nur in Oasen wachsen Palmen. Mehr dazu nach meiner nächsten Reise.

jetzt noch ein paar Impressionen:



WIE GEHT´s WEITER?

Das wars für heute. Nächstes Mal nehme ich euch mit ins Straßenleben. Ich möchte euch einige Fotos zeigen, die wir Fotografen als „street photography“ bezeichnen. Ihr könnt schon gespannt sein, ich habe nämlich richtig coole Fotos für euch im petto :-) .

 

bis dann,

euer Thomas

 

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache:

Wenn du dir ein Stück vom Orient in dein Wohnzimmer hängen möchtest, schau bitte in meinen Shop, da biete ich einige Motive als Druck an. Wenn du Interesse an weiteren Motiven hast, schick mir einfach eine Mail. Ich freu mich über eine Nachricht von dir!


KEINE MÄRCHEN SONDERN GESCHICHTEN 

 

"Frei nach meinem Slogan - keine Märchen, sondern Geschichten - erzähle ich mit meinen Bildern Geschichten. Geschichten von Menschen wie sie sind, was sie machen und was sie bewirken."


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